Vermietete Wohnung versichern: So geht’s richtig

Ver­mie­ter ste­hen in der Ver­ant­wor­tung, ihre Immo­bi­lie umfas­send abzu­si­chern – nicht nur zum Schutz des eige­nen Eigen­tums, son­dern auch, um recht­li­chen Anfor­de­run­gen gerecht zu wer­den. Wer eine ver­mie­tete Woh­nung ver­si­chern möchte, sollte sich früh­zei­tig mit pas­sen­den Ver­si­che­rungs­lö­sun­gen aus­ein­an­der­set­zen, um im Ernst­fall abge­si­chert zu sein.

Beach­ten Sie zudem, dass – egal, ob Sie ein Haus oder eine Woh­nung ver­si­chern wol­len – unter­schied­li­che Kos­ten auf Sie zukom­men. Aus­schlag­ge­bend für die Kos­ten­ge­stal­tung sind für die meis­ten Poli­cen diverse Fak­to­ren, wie die Aus­stat­tung, die Lage und vie­les mehr. Damit Sie wis­sen, wor­auf es ankommt, geben wir Ihnen einen Über­blick dar­über, wie Sie Ihre Woh­nung und Ihr Haus rich­tig versichern!

Das Wichtigste zuerst: so versichern Sie Ihre Immobilie

Wer eine Immo­bi­lie ver­si­chern will, sollte grund­le­gende Risi­ken absi­chern – unab­hän­gig davon, ob es sich um eine ein­zelne Woh­nung oder ein kom­plet­tes Haus han­delt. Die fol­gen­den Ver­si­che­run­gen gehö­ren daher für viele Ver­mie­ter schon längst zur Grundausstattung:

  • Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung: Sie deckt Schä­den durch Feuer, Lei­tungs­was­ser, Sturm oder Hagel ab – ein Muss für jede Immobilie.
  • Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht: Schutz bei Per­­so­­nen- oder Sach­schä­den auf dem Grund­stück oder im Gebäude.
  • Haus­rat­ver­si­che­rung (nur bei möblier­ter Ver­mie­tung wie Feri­en­woh­nun­gen rele­vant): Ver­si­chert das Eigen­tum des Ver­mie­ters in der Wohnung.
  • Miet­aus­fall­ver­si­che­rung: Ersetzt ent­gan­gene Miet­ein­nah­men, z. B. nach Brand­schä­den oder bei unbe­wohn­ba­rer Wohnung.

Mit die­sen Ver­si­che­run­gen kön­nen Sie sowohl leer­ste­hende als auch ver­mie­tete Woh­nun­gen ver­si­chern. Las­sen Sie sich hier­für unbe­dingt pro­fes­sio­nell bera­ten und berei­ten Sie im Vor­feld rele­vante Doku­mente wie bei­spiels­weise Grund­risse vor.

Wie versichern Sie eine vermietete Wohnung?

Bevor Sie sich für bestimmte Ver­si­che­rungs­pro­dukte ent­schei­den, ist es wich­tig, dass Sie Ihre Immo­bi­lie rea­lis­tisch ein­schät­zen bzw. ein­schät­zen las­sen. Fol­gende Über­le­gun­gen hel­fen bei der Einordnung:

  • Art der Immo­bi­lie: Wol­len Sie ein Haus ver­si­chern, eine unmö­blierte Woh­nung oder eine Feri­en­im­mo­bi­lie? Die Art der Immo­bi­lie spielt eine zen­trale Rolle.
  • Nut­zung: Wird dau­er­haft ver­mie­tet oder nur sai­so­nal? Bei einer sai­­so­nal-ver­­­mie­­te­­ten Feri­en­woh­nung kann sich das Ver­si­chern etwas anders gestalten.
  • Lage und Bau­sub­stanz: Ist das Objekt bei­spiels­weise hoch­was­ser­ge­fähr­det oder denk­mal­ge­schützt? Auch poten­zi­elle Sicher­heits­ri­si­ken wie ver­al­tete Rohr­sys­teme spie­len bei der Risi­ko­be­wer­tung eine Rolle.

Auf die­ser Basis lässt sich nicht nur der Ver­si­che­rungs­be­darf ermit­teln, son­dern auch die pas­sende Ver­si­che­rungs­summe fest­le­gen. Diese sollte sich am Wie­der­her­stel­lungs­wert ori­en­tie­ren – nicht am aktu­el­len Marktwert.

Unser Tipp: Berei­ten Sie Doku­mente recht­zei­tig vor. Mit unse­rer Woh­nungs­über­gabe App X‑CITE Immo und ihren prak­ti­schen Fea­tures haben Sie alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen immer dabei und kön­nen diese von allen mobi­len End­ge­rä­ten abru­fen. So geht Effizienz!

Welche Schäden deckt eine gute Police ab?

Wenn Sie Ihre ver­mie­tete Woh­nung ver­si­chern wol­len, ist es wich­tig zu prü­fen, wel­che Schä­den kon­kret abge­si­chert sind. Eine gute Police sollte fol­gende Punkte enthalten:

  • Ele­men­tar­schä­den (z. B. Über­schwem­mung, Erd­rutsch) – als Zusatz­bau­stein buchbar
  • Glas­schä­den, wenn z. B. Fens­ter durch Sturm zer­stört werden
  • Van­da­lis­mus­schä­den nach Einbruch
  • Lei­tungs­was­ser­schä­den, ins­be­son­dere bei älte­ren Gebäu­den ein häu­fi­ges Risiko
  • Feu­er­schä­den durch tech­ni­sche Defekte oder mensch­li­ches Versagen

Sind all diese Scha­dens­ar­ten abge­si­chert, sind Sie auf der siche­ren Seite. Und die­sen Schutz soll­ten Sie ernst neh­men, auch wenn er etwas kost­spie­li­ger ist. In man­chen Fäl­len kön­nen Gebäu­de­ver­si­che­run­gen auf Mie­ter umge­legt wer­den. Hier lohnt es sich, umfas­sende Infor­ma­tio­nen einzuholen.

Welche Versicherungssummen sind üblich?

Bei der Aus­wahl der Ver­si­che­rungs­summe geht es nicht nur um die Höhe der Absi­che­rung, son­dern auch um die Ver­mei­dung von Unter­ver­si­che­rung. Wol­len Sie eine leer­ste­hende oder ver­mie­tete Woh­nung ver­si­chern, sind diese Punkte essenziell:

  • Die Ver­si­che­rungs­summe ori­en­tiert sich am glei­ten­den Neu­wert – dabei wer­den Bau­kos­ten­stei­ge­run­gen berücksichtigt.
  • Eine zu nied­rige Ver­si­che­rungs­summe kann im Scha­den­fall zu Kür­zun­gen führen.
  • Bei der Gebäu­de­ver­si­che­rung ist die Wohn­flä­che ein ent­schei­den­der Berech­nungs­fak­tor. Es lohnt sich daher im Vor­feld, die Grund­flä­che zu berech­nen.
  • Bei ver­mie­te­ten Feri­en­woh­nun­gen soll­ten zusätz­li­che Risi­ken ein­kal­ku­liert wer­den – ins­be­son­dere bei häu­fi­ger Mie­ter­fluk­tua­tion oder sai­so­nal leer­ste­hen­den Objekten.

Wenn Sie eine ver­mie­tete Woh­nung ver­si­chern wol­len, lohnt sich Trans­pa­renz auch Ihren Mie­tern gegen­über. Mit einer guten Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen Mie­ter und Ver­mie­ter kön­nen so ent­stan­dene Schä­den bei­spiels­weise durch Van­da­lis­mus schnell gemel­det und beho­ben werden.

Vermietete Eigentumswohnung oder Ferienimmobilie versichern: was ist zu beachten?

Je nach Objekt­art erge­ben sich unter­schied­li­che Anfor­de­run­gen. Wäh­rend bei einer ver­mie­te­ten Eigen­tums­woh­nung vor allem der Ver­si­che­rungs­schutz inner­halb des Gemein­schafts­ei­gen­tums (über die WEG) rele­vant ist, kommt es bei einer ver­mie­te­ten Feri­en­woh­nung auf fle­xi­blere Poli­cen an.

Das soll­ten Sie wis­sen, um ver­mie­tete Woh­nun­gen rich­tig zu versichern:

Für ver­mie­tete Eigen­tums­woh­nun­gen gilt:

  • Die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung läuft meist über die Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft – prü­fen Sie die Deckungs­summe und Zusatzbausteine.
  • Die Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht muss sepa­rat abge­schlos­sen wer­den, da das ver­mie­tete Son­der­ei­gen­tum nicht auto­ma­tisch mit­ver­si­chert ist.
  • Möblierte Ver­mie­tung? Dann kann eine Haus­rat­ver­si­che­rung sinn­voll sein.

Für ver­mie­tete Feri­en­woh­nun­gen gilt:

  • Häu­fige Nut­zer­wech­sel erhö­hen das Risiko für Schä­den – das muss in der Police berück­sich­tigt sein.
  • Miet­aus­fall kann bei Sai­son­ver­mie­tung schnell teuer werden.
  • In man­chen Fäl­len ist eine gewerb­li­che Ver­mie­tung anzu­neh­men – hier ist eine spe­zi­elle Ver­si­che­rungs­lö­sung nötig.

All diese Infor­ma­tio­nen zu berück­sich­ti­gen, kann auf­wän­dig sein – gerade, wenn Sie meh­rere Objekte ver­wal­ten. Unsere X‑CITE Immo App steht Ihnen hier zur Seite und macht Ihnen Pla­nung und Ver­wal­tung kinderleicht.

Wie gehen Sie das Versichern einer vermieteten Wohnung an?

Die pas­sende Absi­che­rung für eine ver­mie­tete Woh­nung zu fin­den, ist kein Schnell­schuss – viel­mehr ist eine durch­dachte Her­an­ge­hens­weise gefragt. Diese Schritte kön­nen dabei helfen:

  • Bestands­auf­nahme: Was ist vor­han­den, wel­che Risi­ken bestehen, wel­che Ver­si­che­run­gen gibt es bereits?
  • Bera­tung nut­zen: Spre­chen Sie mit Mak­lern oder Ver­si­che­rungs­exper­ten – vor allem bei meh­re­ren, gro­ßen oder luxu­riö­sen Immo­bi­lien ist ein ganz­heit­li­ches Kon­zept hilfreich.
  • Ver­si­che­run­gen regel­mä­ßig prü­fen: Haben sich Mie­ten, Werte oder Nut­zun­gen geän­dert? Pas­sen Sie die Ver­si­che­rungs­sum­men an.
  • Doku­men­ta­tion: Hal­ten Sie alle Poli­cen, Zustän­dig­kei­ten (z. B. bei WEG-Ver­­­si­che­run­­gen) und Fris­ten schrift­lich fest.

Wer ver­mie­tete Woh­nun­gen oder Häu­ser ver­si­chern möchte, sollte neben der rei­nen Risi­ko­ab­si­che­rung auch die wirt­schaft­li­che Kom­po­nente im Blick behal­ten. Schwere Schä­den kön­nen schnell teuer wer­den – beson­ders dann, wenn sie nicht durch eine Ver­si­che­rung abge­deckt sind. Zudem gehört es zu Ihren Pflich­ten, als Ver­mie­ter den Zustand Ihrer Immo­bi­lie zu erhal­ten, da sonst Ihre Mie­ter recht­li­che Ansprü­che gel­tend machen können.

Unser Fazit: Immobilien versichern zahlt sich aus

Ob Sie ein gan­zes Haus oder eine ver­mie­tete Woh­nung ver­si­chern – wer auf der siche­ren Seite sein will, pro­fi­tiert von einem früh­zei­ti­gen, fun­dier­ten Vor­ge­hen. Neben der pas­sen­den Aus­wahl an Ver­si­che­run­gen ist vor allem die regel­mä­ßige Anpas­sung der Police ent­schei­dend. Denn nur so sichern Sie sich gegen Risi­ken ab, die sich mit der Zeit ver­än­dern kön­nen. Machen Sie Ihre Immo­bi­lie zukunfts­si­cher – mit dem pas­sen­den Versicherungsschutz.

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FAQ: Vermietete Wohnung versichern

Grund­le­gend emp­fiehlt sich die Kom­bi­na­tion aus Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung und Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht. Diese sichern sowohl Sach­schä­den als auch Haf­tungs­an­sprü­che ab. Bei möblier­ten Woh­nun­gen kann zusätz­lich eine Haus­rat­ver­si­che­rung sinn­voll sein.

Bei ver­mie­te­ten Eigen­tums­woh­nun­gen läuft die Gebäu­de­ver­si­che­rung in der Regel über die Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft. Den­noch benö­ti­gen Sie eine sepa­rate Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflicht. Prü­fen Sie außer­dem, ob Zusatz­bau­steine wie Ele­men­tar­schutz abge­deckt sind.

In der Regel sind Feuer‑, Leitungswasser‑, Sturm- und Hagel­schä­den ent­hal­ten. Emp­feh­lens­wert sind außer­dem Bau­steine für Ele­men­tar­schä­den, Van­da­lis­mus und Glas­bruch. Ach­ten Sie auf die Option zur Absi­che­rung gegen grobe Fahrlässigkeit.

Nur wenn die Woh­nung möbliert ver­mie­tet wird – wie bei Feri­en­woh­nun­gen – ist eine Haus­rat­ver­si­che­rung not­wen­dig. In leer-ver­­­mie­­te­­ten Objek­ten deckt diese Ver­si­che­rung keine Schä­den ab, da sich der Haus­rat im Besitz der Mie­ter befindet.

Teile der Kos­ten – etwa für die Gebäu­de­ver­si­che­rung – kön­nen über die Neben­kos­ten auf die Mie­ter umge­legt wer­den (§ 2 Nr. 13 BetrKV). Die Ver­ant­wor­tung für den Abschluss der Police bleibt jedoch beim Vermieter.